Samstag 30.07.2016 München, Backstage Werk

Support: Fightball, The Creepshow

Für diesen Samstag hatten sich für das Free&Easy im Münchner Backstage die schwedischen Punk’n Roller „The Bones“ angekündigt. Als Warmup waren Fightball aus Berlin die schon 2015 auf dem Free&Easy spielten und The Creeshow aus Burlington in der Metropolregion um Toronto, Canada verpflichtet worden, somit war für einen vielversprechenden Abend gesorgt.

Um 20 Uhr eröffneten „Fightball“ den Abend. Die Band spielt eine gute Mischung aus Indie und Alternative. Der gut abgemischte Sound erinnerte mich an die ebenfalls aus Berlin kommenden Beatsteaks und brachte die nun langsam in die Halle strömenden Gäste zum Tanzen.  Mit guten Gesang, eigenständigen Melodien und zur Abwechslung Mundharmonika und Trompete als Highlights wussten die 5 Jungs aus der Hauptstadt zu überzeugen und hinterließen sicherlich bei dem ein oder anderen einen bleibenden Eindruck. Auf jeden Fall eine interessante Band die man im Auge bzw. im Ohr behalten sollte.

Nach kurzer Umbaupause ging es mit „The Creepshow“ aus Canada weiter. Die erfolgreichste Psychobilly Band Canadas hatte das Publikum in kürzester Zeit im Griff und die Arena im Werk wurde zum Wrecking Pit. Sängerin Kenda ließ es sich nicht nehmen mit dem Publikum auf Tuchfühlung zu gehen. Stehend im Bühnengraben gab es „High Fives“ und gemeinsame Gesangseinlagen. Auch der Gitarrist Daniel Flamm (seit 2013) zog alle Register, die Halle füllte sich deutlich und die Feierlaune stieg weiter. Ein gelungener Auftritt mit vielen bekannten Songs. Am Ende waren die meisten aus der Mitte nicht einmal im Ansatz so trocken wie sie in den Pit gegangen sind.

„The Bones“ ließen nicht lange auf sich warten, eröffneten fulminant mit dem Intro von ihrem aktuellen Album „Flash the Leather“ (2015) und gingen gleich zu bekannter Kost wie „Screwed, Blued And Tattooed“ und „Gazoline Buisness“ über. Damit hatten sie schon die halbe Miete eingefahren. Freunde des schwedischen Punk’n Roll Quartetts kamen voll auf ihre Kosten. Es gab einen kompletten Aufriss bekanntem älteren und neueren Liedguts. Das Bier floss in Strömen und im Pit wurde auch jeder Fan des schubsenden Körperkontaktes fündig. Beef Bonanza und seine Mannen heizten mächtig ein und hatten sichtlich jede Menge Spaß daran das Münchner Publikum anzutreiben. Für mich ein der schönsten Arten einen Samstagabend zu verbringen, traf ich doch auch etliche Bekannte aus meiner alten Heimat Nürnberg.

(Text & Bilder: Björn Engelke)