Dienstag 25.10.2016 München, Backstage Club

Support: Wird völlig überbewertet…

An einem verregneten Dienstagabend jemanden vor die Tür zu jagen grenzt fast schon an Folter. Da sich aber die Klingonz im Backstage angekündigt hatten, war die Parole möglichst schnell dorthin zu kommen ohne zu lange der erhöhten Luftfeuchtigkeit ausgesetzt zu werden. Gesagt getan, kurz vor 19:30 angekommen steh ich vor geschlossener Tür? Nanu, sollte doch seit 30 min Einlass sein? Kurz reingeschaut, niemand da, ein vereinsamter Kontrabass, eine Base Drum und eine Tom stehen auf der Bühne. Was da los? Die Herren Clowns hatten es nicht gut erwischt. Da aus England eingeflogen nur sehr wenig Equib dabei war klar Gewicht zahlt man. Hatten sie sich doch auf das Vorhandensein einer Vorband eingestellt welche aber kurzfristigst abgesagt hatte. Daher auch der verzögerte Einlass. Naja die Klingonz ließen sich davon nicht unterkriegen, schließlich war der Rest vom Schlagzeug organisiert worden und der Abend konnte beginnen. Leider waren nur ca. 40 Psychobillies eingetroffen, war wohl doch zu früh in der Woche um eine Party zu starten.

Um kurz nach neun ging der Zirkus im wahrsten Sinne des Wortes los. Mit dem Song „AKAB“ (All Klingonz Are Bastards) startete der kurzweilige Abend. Shakes, nur für „clowning around“ zuständig, verteilte währenddessen erstmal verknotete Luftballons an die großen Kinder. Nach den ersten Songs mischten sich dann auch die Herrschaften vom Balkon zum gemeinen Volk. Alle 3-4 Songs gab Shakes ein paar Kunststückchen zum Besten. Schwert- und Feuerschlucken, er kletterte durch einen Tennisschläger oder Jonglierte ein wenig. Es war also jede Menge geboten auf der Bühne. Der Sound variierte zwischen klassischem Psychobilly, Rockabilly und bekannten Strollersound. Zum Schluss gab es dann noch die erwarteten Hits „Oompa Loompa“ oder „Rockabilly Rebel“ für das geneigte Publikum. Ich fand es auf jeden Fall einen gelungenen Dienstagabend, schade das nicht mehr Menschen gekommen sind. Vielleicht können ja die Fotos den einen oder anderen überzeugen sich doch auch bei Sch…wetter seinen oder ihren Arsch fürs den nächsten Auftritt der Psychoclowns hochzubekommen. Auf jeden Fall mehr als nur einen Blick wert.

Hier noch die Songs des Abends, quasi einmal quer durch die Clown-Geschichte:
AKAB
Werewolf Boogie
Deep Space 69
Destructobot
Where’s Capt. Kirk
Frite Nite
Too Drunk to Fuck
Sausage Tits
Madness
Jiz Junkie
Spawn
Kling Stomp
Your Mother is a Whore
How long you wanna live
Spiderman
Delirium Tremens
Jobot
Bitch
Oompa Loompa
Honk Time Boogie
—-
Crabs
Alcoholic Klown
Rockabilly Rebel

(Text & Bilder: Björn Engelke)