IGNITE – Gelungener Auftakt zum Free&Easy

Mittwoch 19.7.2017 München Backstage Werk


Support: I kissed Captain Hook, Contrasts

Alle Jahre wieder Mitte Juli ist es soweit, das Free&Easy Festival in der Münchner Instanz Backstage öffnet wieder seine Pforten. 17 Tage lang heißt es in drei Locations ohne Eintritt musikalische Highlights zu genießen. Dieses Jahr war zum Warm-Up die kalifornische Melodic-Hardcore Band Ignite geladen. Im Vorprogram waren I Kissed Captain Hook und Contrasts mit am Start. Die Temperaturen des Tages versprachen auf jeden Fall einen heißen Abend im Werk.

Die Jungs von I Kissed Captain Hook aus Garmisch ließen sich nicht lange Bitten und eröffneten den Abend mit solidem Hardcore-Punk und lockten damit auch etliche Fans trotz der Hitze ins Werk.

Im nächsten Akt waren dann Contrasts aus München am Zug. Auch hier war eine Mischung aus Hardcore, Punk und Metalcore das Mittel der Wahl um geneigte Zuhöre zu gewinnen. Dies erwies sich aber aufgrund der steigenden Temperaturen im Werk als Schwer, viele zogen es dann doch vor den Flüssigkeitspegel vor dem Headliner im Biergarten aufzufüllen. Was die Band in einem Statement in den sozialen Netzwerken nicht einmal verübelte.

Nach dem Vorgeplänkel durften dann die vier Jungs von Ignite aus Orange County Kalifornien zeigen wo der Hammer hängt. Zoli Telgas war ungemein gut drauf und wie zu erwarten kam die Energie vom Publikum postwendend zurück. Ein klares Statement zum aktuellen amerikanischen Präsidenten Donald J. Trump durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen. Die zu erwartenden Buh-Rufe und Pfiffe aus dem Publikum bestätigten die Unbeliebtheit dieses Präsidenten im Europäischen Raum erneut. Zur Freude vieler Fans gab Ignite diesmal nicht nur Liedgut von den letzten zwei Alben zum Besten, mit Ansage kam auch „some old shit“ aus der Gründungszeit der Band und den 90ern zum Einsatz.

Insgesamt ein sehr gelungener Auftakt zur 2017er Auflage des Free&Easy Festivals. Und wie üblich hat das Backstage im weiteren Verlauf des Festivals noch etliche Schmankerl mehr im Gepäck.

Ein großer Dank geht wieder Mal an die Organisation, die jedes Jahr erneut beweist, dass das Backstage eines der vielfältigsten Eventlocations im Raum München ist.

(Text & Bilder: Björn Engelke)


Ignite – War Against You Tour 2016

Samstag 03.12.2016 München, Backstage

Support: Katran, Noopinion, Anchors&Hearts, Paddy and the rats

Man merkt das der Winter sich nicht mehr verleugnen lässt. Schweinekalt an diesem Samstag. Hilft alles nix, Ignite hatten sich auf ihrer Europa-Tour für heute im Backstage Werk angekündigt. Und Ignite ist wie man weiß immer eine Reise wert.Doch zunächst hieß es das reichliche Vorprogramm zu erleben oder abzuwarten, je nachdem wie offen man Neuem gegenübersteht. Gleich vier Bands hatten sich dort hineingeschlichen, zwei oder maximal drei hätten es meiner Meinung nach auch getan.

Den Anfang machten die Jungs von „Katran“. Laut eigenen Angaben „a five piece rage driven hardcore-rock band“. Ihrem Motto „No bullshit, no mumbo-jumbo, just pure energy and devotion“ machten sie alle Ehre. Bemühten sie sich redlich die noch zaghaft einströmende Menge willkommen zu heißen. In 9 kurzen knackigen Songs legten sie einen guten Start in den Abend hin. Ignites Guitartech spielte ebenfalls in dieser Formation als Gitarrist mit. Als Opener des Abends machten sie auf jeden Fall eine gute Figur.

Die zweiten im Bunde waren die vier Garmischer von „NOOPINION“. Sie legten einen schnellen harten Punkrock aufs Parkett und trieben die gute Laune des Abends weiter voran. Anscheinend wurden gleichzeitig Aufnahmen für ein Livevideo gemacht was dem Bühnenauftritt leider nicht so gut bekam. Prinzipiell haben es die Jungs aber drauf, speziell der Schlagzeuger Stephan Sulzgruber Junior hat mich ziemlich beeindruckt.

Weiter im straffen Zeitplan ging es dann mit den Hamburgern von „Anchors&Hearts“. Das eher metalcore-lastige Set ging gut ins Ohr und konnte schon beträchtlich mehr Publikum verzeichnen was aber allein der fortgeschrittenen Uhrzeit und dem nun gut gefüllten Werk zu verdanken war. Insgesamt waren sie qualitativ hochwertig aber für mich von der Vielseitigkeit her nicht so berauschend. Eine eher durchschnittliche musikalische Darbietung, für Freunde des gepflegten Metalcores durchaus sehenswert.

Puuuh, jetzt könnten doch echt langsam mal „Ignite“ auf die Bühne kommen… Leider Nein, zu Guter Letzt durften sich noch „Paddy and the rats“ auf der Bühne austoben. Der Irish-Folk-Punkrock löste die letzten Blockaden des Publikums und die sechs Jungs aus Miskolc in Ungarn konnten die bis jetzt größte Mitarbeit des Abends verzeichnen. Eine Mischung aus „Dropkick Murphys“ und „Flogging Molly“ lag in der Luft. Zwar nicht mit deren Klasse aber mit sehr viel Leidenschaft und Spielfreude konnten die „Paddies“ überzeugen. Sie hinterließen auf jeden Fall ein gut „aufgewärmtes“ Werk für den krönenden Abschluss.

Endlich! Um 22:30 wurde die nun ziemlich leergeräumte Bühne von „Ignite“ im Sturm erobert. Die vier Kalifornier aus Orange County gaben wie zu erwarten ein kurzes Statement zum designierten US-Präsidenten Donald Trump ab und mit einem eher sarkastischen „Hey, give him a chance“ ging es mit „Know Your history“ los. Zoli Teglas zeigte sich von seiner besten Seite und drückte das Tempo kontinuierlich nach oben. Anderthalb Stunden wurden die Songs aus dem aktuellen Album „A War Aggainst You“ und dem Vorgänger „Our Darkest Days“ präsentiert. Richtig zum Stillstand kam die Menge dabei nicht. Den Abschluss des Abends machte wie immer das U2-Cover „Bloody Sunday“ bevor das Publikum in d die noch junge Nacht undie Party-Area des Backstage entlassen wurden. Ein, wie zu erwarten, gelungener Abend mit den Vieren von „Ignite“.

(Text & Bilder: Björn Engelke)